Glossar
Engagement-Rate
Die Engagement-Rate zeigt, welcher Anteil der Leute mit einem Post oder einer Story interagiert hat: antwortet, teilt oder tippt, statt nur zu schauen.
Was ist die Engagement-Rate?
Die Engagement-Rate misst, wie viele Leute bei einem Post etwas getan haben, statt weiterzuwischen. Bei einer Instagram-Story sind das Antworten (Emoji-Reaktionen eingeschlossen), Teilen, Profilbesuche, neue Follows und Taps auf einen Link. Du zählst sie zusammen, teilst durch das Publikum, nimmst das mal 100 und hast einen Prozentwert.
Der Haken ist der Nenner. Manche Tools teilen durch Follower, manche durch die Reichweite, manche durch Aufrufe, und für dieselbe Story kommen drei sehr verschiedene Zahlen heraus. Eine Rate lässt sich nur mit einer Rate vergleichen, die genauso berechnet wurde. Schau also erst nach, welche du vor dir hast, bevor du zwei Promoter oder zwei Events nebeneinanderlegst.
So berechnest du sie
Es gibt drei gängige Varianten, und jede beantwortet eine etwas andere Frage:
- Nach Followern: Interaktionen ÷ Follower. Praktisch, um unterschiedlich große Accounts zu vergleichen, aber unfair gegenüber Storys, die nur ein Teil der Follower überhaupt öffnet.
- Nach Reichweite: Interaktionen ÷ erreichte Konten. Zeigt, wie die Leute reagiert haben, die die Story tatsächlich gesehen haben.
- Nach Aufrufen: Interaktionen ÷ Story-Aufrufe. Etwas niedriger als nach Reichweite, weil Wiederholungen mitzählen, und am leichtesten neben dem TKP zu lesen.
Beispiel: zwei Promoter, eine Nacht
Angenommen, zwei Promoter posten für dasselbe Open Air in Köln. Sie hat 12.000 Follower, ihre Story bekommt 1.500 Aufrufe und 15 Interaktionen, also 1 % nach Aufrufen. Er hat 1.800 Follower, seine Story bekommt 400 Aufrufe und 22 Interaktionen, das sind 5,5 %. Sie hat das Datum vor mehr Leute gebracht. Er hat mehr Gespräche ausgelöst, und Antworten wie „Wer geht noch hin?“ sind oft genau der Moment, in dem sich eine Freundesgruppe entscheidet. Beide Storys waren nützlich, nur für verschiedene Dinge.
Tipps für mehr Engagement in Storys
- Gib den Leuten etwas zu tun: einen Link-Sticker zu den Tickets, eine Frage, eine Umfrage. Eine Story ohne etwas zum Antippen kann keine Taps sammeln.
- Lies die Rate pro Story, nicht als Durchschnitt über die ganze Aktion. Ein Durchschnitt versteckt genau den einen Post, der funktioniert hat.
- Sei vorsichtig mit sehr hohen Raten bei winzigem Publikum. Zehn Antworten auf 60 Aufrufe sind ein Gruppenchat, keine Kampagne.
- Schau, was für Interaktionen es waren. Follows und Link-Taps sagen meist mehr über Ticketverkäufe als eine Reihe Flammen-Emojis.
Engagement bei Parmo
Die Statistik für Veranstalter hat eine Spalte Engagement, pro Event und pro Story: Antworten, Teilen, Profilbesuche, Follows und Link-Taps zusammengezählt und durch die Aufrufe geteilt. Die Zahlen kommen aus den Instagram Insights jeder verifizierten Story. Ein Event, das noch niemand gesehen hat, zeigt keine Rate statt einer Null, denn „niemand hat reagiert“ und „niemand hat es gesehen“ sind zwei verschiedene Aussagen. Mehr dazu in Deine Zahlen lesen.
Häufige Fragen
- Was ist eine gute Engagement-Rate bei Instagram-Storys?
- Einen festen Richtwert gibt es nicht, weil es auf die Größe des Publikums ankommt und darauf, ob die Story zu etwas auffordert. Kleine, enge Communitys interagieren meist stärker als große.
- Wie berechnet man die Engagement-Rate?
- Zähl die Interaktionen zusammen (Antworten, Teilen, Profilbesuche, Follows, Link-Taps), teil sie durch Follower, Reichweite oder Aufrufe und nimm das Ergebnis mal 100. Sag immer dazu, durch welche der drei Zahlen du geteilt hast.
- Ist die Engagement-Rate wichtiger als die Reichweite?
- Beide beantworten unterschiedliche Fragen. Die Reichweite sagt, wie viele Leute von der Nacht erfahren haben, die Engagement-Rate, wie viele davon sich genug dafür interessiert haben, um zu reagieren.