Glossar

Micro-Influencer

Ein Micro-Influencer hat ein kleines, aber enges Publikum, meist einige tausend bis zehntausende Follower, oft aus einer Stadt oder einer Nische.

Was ist ein Micro-Influencer?

Ein Micro-Influencer ist jemand mit überschaubarer Followerschaft, dem diese Follower vertrauen. Die Definitionen gehen auseinander: Marketing-Tools setzen Micro-Influencer meist zwischen 10.000 und 100.000 Followern an und nennen Accounts von etwa 1.000 bis 10.000 Nano-Influencer. In der Praxis meint der Begriff einen Account, der klein genug ist, um sein Publikum zu kennen, und fokussiert genug (auf eine Stadt, eine Szene, einen Sound), dass alle aus demselben Grund folgen.

Fürs Nachtleben sind Micro- und Nano-Accounts meistens die, auf die es ankommt. Eine Clubnacht braucht ein paar hundert Leute aus einer Stadt an einem Datum. Eine bundesweite Influencerin mit 300.000 Followern erreicht vor allem Leute, die gar nicht kommen können; ein DJ, eine Fotografin oder ein Stammgast mit 3.000 lokalen Followern erreicht genau die Crowd, die du willst. Oft sind das dieselben Leute wie die Promoter, die schon immer Clubs gefüllt haben.

So läuft die Zusammenarbeit

Marken und Veranstalter arbeiten mit Micro-Influencern meist in Gruppen statt einzeln: zehn oder zwanzig Accounts, die je ein- oder zweimal posten, statt eines großen Namens. Bezahlt wird oft in Sachleistungen (freier Eintritt, Gästelistenplatz, Produkt) oder mit einem kleinen Honorar, und das Briefing ist kurz. Was du pro Post an Reichweite verlierst, holst du über Vertrauen und über die Engagement-Rate wieder rein, die bei kleineren Accounts meist höher liegt.

Schwierig sind Menge und Nachweis. Zwanzig kleine Deals heißen zwanzig Chats, zwanzig Screenshot-Sammlungen und zwanzig Chancen, dass eine Story nach einer Stunde wieder weg war. Wegen dieses Aufwands hören viele Veranstalter bei drei oder vier Promotern auf, auch wenn mehr funktionieren würden.

Beispiel: ein Account gegen zwanzig

Angenommen, ein Festival in Brandenburg hat rund 600 € für Instagram. Variante eins: eine Lifestyle-Influencerin mit 120.000 Followern, eine Story, das Publikum größtenteils weit weg von Berlin. Variante zwei: zwanzig Leute aus der Berliner Szene mit je 2.000 bis 6.000 Followern, bezahlt mit je einem Festivalticket, zusammen ungefähr gleich viel wert. Die zwanzig Storys erreichen vielleicht 15.000 Leute, weniger als die eine große Story, aber fast alle wohnen in Reichweite des Geländes und gehen auf genau solche Partys. Für ein Event, das in einer Region verkauft, bringt die zweite Variante meist mehr Tickets.

Tipps für die Arbeit mit Micro-Influencern

  • Wähl nach Publikum, nicht nach Zahl: Frag nach der Verteilung auf Städte und nach typischen Story-Aufrufen, nicht nur nach Followern.
  • Brief alle gleich, mit einem Asset und festen Terminen, damit zwanzig Posts wie eine Kampagne wirken.
  • Lass sie in ihrer eigenen Sprache posten. Eine Story, die nach Werbung klingt, verspielt genau das Vertrauen, für das du zahlst.
  • Prüf, ob die Storys online geblieben sind, bevor du Belohnungen rausgibst. Bei zwanzig Accounts schaffst du das nicht mehr mit bloßem Auge.

Micro-Influencer bei Parmo

Parmo ist für genau diese Art von Promotion gebaut: viele Promoter mit lokalem Publikum, ein Briefing und Belohnungen nur für Storys, die online geblieben sind. Ein eigenes Follower-Minimum hat Parmo nicht. Ein Veranstalter kann im Schritt Screening eins setzen oder die Belohnung mit Follower-Stufen staffeln. Promoter brauchen ein professionelles Instagram-Konto (Business oder Creator).

Häufige Fragen

Ab wie vielen Followern ist man Micro-Influencer?
Die meisten Definitionen sagen 10.000 bis 100.000, Accounts mit 1.000 bis 10.000 Followern heißen Nano-Influencer. Die Grenzen sind Konventionen, keine Regeln.
Lohnen sich Micro-Influencer für Events?
Oft ja, weil Events lokal verkaufen. Ein kleiner Account, dessen Follower in derselben Stadt wohnen, kann mehr Gäste bringen als ein großer, dessen Publikum übers ganze Land verteilt ist.
Was verlangen Micro-Influencer?
Von freiem Eintritt oder Produkt bis zu ein paar hundert Euro pro Post, je nach Publikum, Nische und Land. Im Nachtleben sind Sachleistungen wie Gästeliste üblich.