Glossar
Resident-DJ
Ein Resident-DJ spielt regelmäßig in einem Club oder bei einer Partyreihe, oft jede Woche oder jeden Monat, und prägt ihren Sound mehr als jeder Gast.
Was ist ein Resident-DJ?
Ein Resident-DJ hat eine Residency: eine feste Vereinbarung, regelmäßig in einem Club oder bei einer Partyreihe zu spielen, jede Woche, jeden Monat oder bei jeder Ausgabe. Residents gehören zur Identität eines Clubs oder einer Crew. Wer regelmäßig zu einer Clubnacht geht, kennt die Residents meist beim Namen, und viele der angesehensten DJs haben sich ihren Ruf als Resident in einem einzigen Raum erspielt.
Ein Resident macht mehr als ein Gast. Er kennt den Raum, die Anlage und die Crowd. Er hält die Nacht zusammen, wenn ein Gast absagt, spielt das Warm-up, damit der Headliner auf einen vorbereiteten Floor trifft, oder übernimmt das lange Closing, wenn alle anderen schon weg sind.
So funktioniert eine Residency
Residencies sind meist lockere Absprachen statt langer Verträge: eine bestimmte Zahl Termine im Jahr und eine feste Gage pro Abend, oft niedriger als die eines Gasts. Dafür gibt es regelmäßige Gigs und einen festen Platz im Profil des Clubs. Viele Residents helfen außerdem beim Booking der Gäste, spielen b2b mit ihnen oder kuratieren einen zweiten Floor.
Für Veranstalter machen Residents die Kosten planbar und die Qualität verlässlich. Für DJs ist der feste Slot der Weg, sich eine eigene Crowd aufzubauen, die später zu Bookings anderswo führt. Und weil ein Resident die Stammgäste kennt, merkt er früh, wenn sich eine Reihe von ihrem Publikum entfernt.
Beispiel: zwei Residents in Nürnberg
Angenommen, ein Club in Nürnberg veranstaltet eine monatliche Techno-Nacht mit zwei Residents. Beide spielen bei jeder Ausgabe, der eine das Warm-up ab 23 Uhr, die andere das Closing ab 5 Uhr, für je 250 € pro Abend. Der Gast wechselt jeden Monat.
Über ein Jahr sind das 24 Termine für die beiden. In diesem Beispiel werden die Residents zur Konstante, die Stammgäste wiedererkennen, und das hält den Raum voll, auch in Monaten mit einem weniger bekannten Gast.
Tipps für Veranstalter und DJs
- Veranstalter: Residents danach auswählen, wie sie zu Raum und Crowd passen, nicht nur nach Followerzahl.
- Veranstalter: Residents auf Flyern und in Stories sichtbar nennen, nicht nur in der kleinsten Schrift.
- Veranstalter: Ab und zu die Slots tauschen, damit ein Resident nicht für immer im Warm-up hängt.
- DJs: Die Residency als Training im Lesen einer Crowd sehen. Besser übst du nirgends.
- DJs: Deine Residency-Termine posten. Deine Stammgäste sind die Stammgäste der Nacht.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Resident-DJ?
- Ein DJ, der regelmäßig im selben Club oder bei derselben Partyreihe spielt, zum Beispiel jede Woche oder jeden Monat, als fester Teil des Line-ups.
- Was verdient ein Resident-DJ?
- Meist eine feste Gage pro Abend, oft niedriger als die eines Gast-DJs, dafür mit regelmäßigen Terminen. In vielen deutschen Städten liegt das im niedrigen dreistelligen Bereich pro Abend.
- Wie bekommt man eine Residency?
- Meist über gute Warm-up-Sets in einem Club, Zuverlässigkeit und eigene Leute, die mitkommen. Viele Residencies entstehen aus einer Crew, in der man schon ist.