Glossar

Warm-up

Das Warm-up ist das erste Set des Abends: Der DJ spielt ab Einlass, baut die Stimmung auf und übergibt dem nächsten Act einen bereiten Dancefloor.

Was ist ein Warm-up?

Das Warm-up ist das erste Set der Nacht, gespielt für einen Raum, der sich gerade erst füllt. Der Warm-up-DJ legt ab Einlass auf, oft ab 23 Uhr, und spielt zwei bis drei Stunden bis zum nächsten Act. Seine Aufgabe: dafür sorgen, dass die Leute ankommen, bleiben und anfangen zu tanzen, und die Energie so langsam hochfahren, dass der Raum bereit ist, wenn der Headliner übernimmt.

Ein gutes Warm-up gilt oft als das schwierigste Set des Abends, weil es Zurückhaltung braucht: weniger Tempo, mehr Luft in der Musik und nie die großen Tracks oder den Stil, den der nächste DJ spielen wird. Viele Clubs geben das Warm-up ihrem Resident-DJ, weil man den Raum dafür kennen muss.

So funktioniert ein Warm-up-Set

Stell dir den Timetable einer typischen Clubnacht vor: Warm-up von 23 bis 1 Uhr, Main-Set von 1 bis 3 Uhr, Headliner von 3 bis 5 Uhr. In der ersten Stunde ist der Raum vielleicht zu einem Fünftel voll, das Warm-up spielt also für die Bar und die ersten paar Tänzer. In der letzten halben Stunde wird es voller, und Tempo und Intensität steigen in Richtung dessen, was der nächste DJ aufgreift.

Die Übergabe zählt. Der Warm-up-DJ fragt den nächsten Act, wie er einsteigen will, hört mit einem passenden Track auf und überzieht nicht in dessen Slot. Warm-up-Slots bringen meist eine kleinere Gage als die späteren, aber genau hier verdienen sich viele DJs ihre erste Residency.

Beispiel: in zwei Stunden von 40 auf 250 Leute

Angenommen, eine House-Nacht in München startet um 23 Uhr mit einem lokalen DJ. Der Headliner spielt meist um die 124 BPM und geht zum Peak auf 128. Das Warm-up beginnt mit 115 BPM und deeperen Tracks, liegt um halb eins bei 120 und bei der Übergabe um 1 Uhr bei 122.

In diesem Beispiel wächst der Raum in diesen zwei Stunden von 40 auf 250 Leute, ohne dass jemand das Gefühl hat, der Höhepunkt sei schon vorbei. Genau dieser Abstand zwischen dem letzten Track des Warm-ups und dem ersten des Headliners lässt dem Peak noch Luft nach oben.

Tipps für DJs und Veranstalter

  • DJs: Spiel für den Raum, den du hast, nicht für den, den du dir wünschst. Ein leerer Floor um 23:30 Uhr ist normal.
  • DJs: Luft nach oben lassen. Nicht den Stil, das Tempo oder die großen Tracks des nächsten DJs spielen.
  • DJs: Vor der Übergabe mit dem nächsten Act reden und pünktlich aufhören.
  • Veranstalter: Warm-up-DJs buchen, die den Raum kennen, und ihnen sagen, wer nach ihnen spielt.
  • Veranstalter: Das Warm-up auf den Flyer und in die Stories nehmen. Wer früh kommt, verdient einen Grund dafür.

Häufige Fragen

Was ist ein Warm-up-DJ?
Der DJ, der das erste Set des Abends spielt, von Einlass bis zum nächsten Act, und dabei Stimmung und Dancefloor aufbaut.
Wie lange dauert ein Warm-up-Set?
Meist zwei bis drei Stunden, in der Clubnacht zum Beispiel von 23 bis 1 Uhr.
Warum gilt das Warm-up als schwierig?
Der DJ muss einen Raum, der sich erst füllt, bei Laune halten und gleichzeitig Energie zurückhalten, damit sich die Nacht zum Peak hin aufbauen kann, statt dort anzufangen.