Glossar

Open Air

Ein Open Air ist eine Party oder ein Festival unter freiem Himmel, vom kostenlosen Nachmittag im Park bis zum Event mit mehreren Bühnen und Tickets.

Was ist ein Open Air?

In der elektronischen Szene ist ein Open Air jede Party draußen: auf einer Wiese, am Strand, in einem Innenhof, in einem Steinbruch oder im Garten eines Clubs. Das reicht vom Nachmittag mit einer einzigen Anlage bis zum zweitägigen Festival. In Deutschland läuft die Saison ungefähr von Mai bis September, und die meisten Open Airs beginnen am frühen Nachmittag und enden spätestens um 22 Uhr, wenn in vielen Gemeinden die Nachtruhe beginnt.

Mit einer Clubnacht hat ein Open Air praktisch wenig gemeinsam. Du brauchst Genehmigungen, Toiletten, Strom, Zäune und einen Plan für Regen, und die Leute kommen genauso wegen Location und Sonne wie wegen der Musik. Große Open Airs gehen fließend in Festivals über, kleine in einen Rave auf dem Acker.

So läuft ein Open Air ab

Die Planung beginnt Monate vorher mit der Genehmigung von Ordnungsamt oder Grundstückseigentümer, die Kapazität, Uhrzeiten und Lautstärke festlegt. Tickets gibt es oft in Stufen, angefangen mit einem Early Bird, der die Vorabkosten deckt. Das größte Risiko ist das Wetter: Viele warten auf die Vorhersage und kaufen erst in der letzten Woche, der Vorverkauf sieht deshalb bis zum Mittwoch davor oft beunruhigend aus.

Am Tag selbst ist Einlass meist zwischen 12 und 14 Uhr, der Höhepunkt kommt mit dem Sonnenuntergang, und die Musik geht aus, wenn die Genehmigung es vorschreibt. Manche Crews ziehen danach mit den Leuten weiter zu einer Afterhour oder einer Clubnacht in der Stadt.

Beispiel: ein Open Air bei Dresden

Angenommen, eine Crew plant ein Open Air in einem Park bei Dresden für 800 Gäste, von 14 bis 22 Uhr. Sechs Wochen vorher gehen 150 Early-Bird-Tickets weg. Am Montag vor dem Termin schlägt die Vorhersage auf Sonne um, und bis Samstag verkaufen sich weitere 450 Tickets, die meisten in den letzten drei Tagen.

In diesem Beispiel steht und fällt das Event mit der Promo in genau diesem Fenster, wenn Stories über Wetter, Line-up und Location die Leute erreichen, die sich gerade entscheiden. Wer sein ganzes Budget in den ersten Wochen verpulvert hat, hat für die entscheidenden Tage nichts mehr übrig.

Tipps für Veranstalter

  • Erst die Genehmigung, dann das Datum ankündigen, nicht umgekehrt.
  • Einen Plan für Regen haben (Zelte, Ausweichlocation drinnen oder klare Regeln zur Erstattung) und ihn kommunizieren.
  • Den Großteil der Promo für die letzte Woche aufheben, wenn die Vorhersage steht.
  • Klar sagen, was mitgebracht werden soll und was verboten ist, etwa Glas, Drohnen oder Hunde.
  • Das Ende einhalten. Beschwerden aus der Nachbarschaft sind der schnellste Weg, die Genehmigung fürs nächste Jahr zu verlieren.

Open Airs bei Parmo

„Open Air“ ist eine der Event-Kategorien auf Parmo. Mit gesetztem Ort erscheint das Event auf den öffentlichen Event-Seiten seiner Stadt, inklusive einer Seite pro Kategorie und Genre. Weil Open Airs oft spät verkaufen, kannst du mehrere Posts ins Briefing packen, zum Beispiel einen, wenn das Line-up raus ist, und einen am Tag selbst.

Häufige Fragen

Was ist ein Open Air?
Eine Party oder ein Festival unter freiem Himmel, meist mit DJs, das in den wärmeren Monaten am Nachmittag und Abend stattfindet.
Bis wann dürfen Open Airs gehen?
Viele enden um 22 Uhr, wenn in den meisten deutschen Gemeinden die Nachtruhe beginnt. Größere Festivals mit Sondergenehmigung dürfen oft länger.
Was passiert bei einem Open Air, wenn es regnet?
Das hängt vom Veranstalter ab. Manche haben Zelte oder eine Ausweichlocation, andere verschieben, und für Erstattungen gelten die Ticketbedingungen.

Mehr dazu im Hilfe-Center: Wo dein Event erscheint