Glossar
Abendkasse
Die Abendkasse ist die Kasse am Eingang, an der du am Abend selbst dein Ticket kaufst, meist etwas teurer als im Vorverkauf.
Was ist die Abendkasse?
Die Abendkasse ist der Ort, an dem alle zahlen, die vorher kein Ticket gekauft haben. Im Club ist das selten ein Häuschen mit Fenster, sondern ein Tisch direkt hinter der Security: Geldkassette, Kartenterminal, Stempel oder Bändchen, dazu ein, zwei Leute, die kassieren. Auf deutschen Flyern steht sie fast immer abgekürzt als „AK“, etwa „VVK 15 €, AK 20 €“.
Die Abendkasse ist das Gegenstück zum Vorverkauf. Der Vorverkauf holt Geld nach vorn und zeigt dem Veranstalter, wie voll es wird. Die Abendkasse fängt alle ab, die sich erst am Abend entscheiden. Die meisten Events nutzen beides, und der AK-Preis liegt meist ein paar Euro über der letzten Vorverkaufsstufe, damit sich früh kaufen lohnt.
So läuft die Abendkasse am Abend
- Die Kasse öffnet mit dem Einlass und schließt meist, wenn der Laden voll ist oder spät in der Nacht kein Einlass mehr stattfindet.
- Zuerst kommt die Türpolitik: Die Tür entscheidet, wer reinkommt. Die Kasse kassiert nur bei denen, die durchgelassen werden.
- VVK-Tickets werden gescannt, Namen auf der Gästeliste abgehakt, alle anderen zahlen an der Kasse. Viele Clubs trennen das in eigene Schlangen, damit die Liste die Zahlenden nicht aufhält.
- Bezahlt wird bar, mit Karte oder beides. Stempel oder Bändchen sind dein Beleg, damit du zwischendurch raus und wieder rein kannst.
- Nach Kassenschluss wird das Geld gegen die Gästezahl gezählt. Ein Door Deal wird aus genau dieser Summe abgerechnet.
Beispiel: ein Samstag in einem mittelgroßen Club
Angenommen, ein Club in Köln mit 400 Plätzen verkauft 250 Tickets im Vorverkauf für 12 bis 16 €. An der Abendkasse kostet es 20 €. Am Abend zahlen noch 110 Leute an der AK, das sind 2.200 €, dazu kommen 30 Namen über die Gästeliste. Für das nächste Datum weiß der Veranstalter jetzt zweierlei: Etwa ein Drittel der Zahlenden hat sich spontan entschieden, und der Laden war nicht voll, beim Vorverkauf ist also noch Luft nach oben.
Tipps für eine entspannte Abendkasse
- Nenn den AK-Preis vorher. Die Leute planen damit, und eine Überraschung an der Kasse bremst die ganze Schlange.
- Trenn Liste und zahlende Gäste. Eine Person hakt Namen ab, eine kassiert, und die Wartezeit halbiert sich.
- Nimm Karte und Bargeld. Wer nur eins akzeptiert, verliert die Leute, die das andere dabeihaben.
- Zähl Gäste, nicht nur Geld. Mit Klicker oder Scanner lässt sich die Kasse sauber abrechnen, auch gegenüber Crew und DJs.
- Leg fest, wann die Kasse schließt, und sag es, besonders bei Sperrstunde oder begrenzter Kapazität.
Häufige Fragen
- Ist die Abendkasse teurer als der Vorverkauf?
- Meistens ja. Die meisten Clubnächte und Festivals verlangen an der Abendkasse mehr als im Vorverkauf, weil der Veranstalter möchte, dass du dich früh festlegst.
- Kann man im Club mit Karte zahlen?
- Viele Clubs nehmen inzwischen Karte, aber längst nicht alle. Steht nichts auf der Event-Seite, nimm sicherheitshalber Bargeld mit.
- Was bedeutet AK auf einem Flyer?
- AK steht für Abendkasse. Das ist der Preis, den du am Abend an der Tür zahlst, im Unterschied zum VVK-Preis im Vorverkauf.