Glossar

Door Deal

Beim Door Deal bekommt ein Promoter, DJ oder eine Crew einen Anteil der Einnahmen an der Tür, statt einer festen Gage oder zusätzlich dazu.

Was ist ein Door Deal?

Beim Door Deal wird bezahlt, wer den Laden voll macht, und zwar mit einem Prozentsatz dessen, was an der Tür reinkommt. Das kann ein Promoter sein, ein DJ, ein Kollektiv mit eigenem Publikum oder eine Crew, die den Club für eine Nacht mietet. Je mehr Leute an der Abendkasse zahlen, desto mehr bleibt hängen.

Door Deals sind da verbreitet, wo das Geld knapp ist und das Risiko geteilt werden soll: kleine Clubs, neue Partyreihen, einmalige Events. Ein Club, der nicht weiß, ob eine neue Crew den Freitag voll bekommt, bietet ihr die Tür statt einer festen Gage an und behält die Bar. Die Crew trägt das Risiko und hat dafür die Chance nach oben.

Die üblichen Formen

Die Details werden immer verhandelt und unterscheiden sich stark zwischen Städten und Clubs. Grob gibt es vier Varianten:

  • Glatte Beteiligung: Die Crew bekommt einen vereinbarten Anteil der gesamten Tür. Lebt der Club von der Bar, kann das der Großteil sein.
  • Nach Kosten: Security, Kasse oder Techniker werden zuerst bezahlt, der Rest wird geteilt.
  • Versus Deal: Ein Act bekommt eine feste Gage oder einen Anteil der Tür, je nachdem, was höher ist.
  • Pro Kopf: Ein Promoter bekommt einen festen Betrag für jeden zahlenden Gast, den er bringt, gezählt über Code, Liste oder eigenen Ticketlink.

Beispiel: Abrechnung eines Door Deals

Angenommen, ein Kollektiv in Leipzig vereinbart 70 Prozent der Tür nach 400 € Kosten. Am Abend zahlen 260 Leute je 15 €, die Tür nimmt also 3.900 € ein. Nach Abzug der Kosten bleiben 3.500 €, das Kollektiv bekommt 2.450 €. Ob der Vorverkauf zur „Tür“ zählt, muss vorher klar sein. Zählt er nicht, arbeitet ein starker Vorverkauf plötzlich gegen die Crew.

Tipps, bevor du einen Door Deal abschließt

  • Halt es schriftlich fest, zur Not per Nachricht: den Prozentsatz, was als Tür zählt (Vorverkauf, Abendkasse, beides) und welche Kosten vorher abgehen.
  • Klärt, wer zählt. Abgerechnet wird nach Scans und Kassenzählung, nicht nach Schätzung um 5 Uhr morgens.
  • Klärt, was mit der Gästeliste passiert. Jeder freie Name ist ein Ticket, für das niemand bezahlt wird.
  • Bei Pro-Kopf-Deals mit Promotern: Gib jedem einen eigenen Code oder Ticketlink, dann streitet niemand, wer wen gebracht hat.

Door Deals und Parmo

Parmo nimmt keinen Anteil an der Tür und bewegt kein Geld zwischen Veranstaltern und Promotern. Veranstalter belohnen Promoter bei Parmo für verifizierte Instagram-Stories mit einem Platz auf der Gästeliste, einem Getränkeguthaben oder VIP, festgelegt beim Anlegen des Events. Einen Door Deal wickelst du über Parmo also nicht ab, aber beides kann nebeneinander laufen: Die Belohnung zahlt für die Story, der Door Deal für die Köpfe. Mehr in Belohnungen erklärt.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent der Tür bekommt ein Promoter?
Einen Standard gibt es nicht, das wird immer verhandelt. Einzelne Promoter bekommen oft einen Betrag pro Kopf oder einen kleinen Anteil, eine Crew mit eigener Party kann den Großteil der Tür bekommen, wenn der Club die Bar behält.
Was ist ein Versus Deal?
Beim Versus Deal bekommt ein Act entweder eine feste Gage oder einen Prozentsatz der Tür, je nachdem, was höher ist. Ist der Abend leer, ist er abgesichert, ist er ausverkauft, verdient er mit.