Glossar
Rider
Der Rider listet, was ein Künstler zum Booking an Technik und Betreuung verlangt: vom Mixer und den Monitoren bis zu Getränken, Hotel und Gästeliste.
Was ist ein Rider?
Der Rider ist ein Anhang zum Booking-Vertrag, in dem steht, was ein Künstler zum Spielen und zur Betreuung braucht. Meist hat er zwei Teile. Der Tech-Rider regelt die Technik: welche Player und welcher Mixer, wie viele Monitore, wie das DJ-Pult aufgebaut ist, manchmal Licht oder ein Tisch für ein Live-Set. Der Hospitality-Rider regelt den Rest: Getränke und Essen, Transfers, Hotel und Gästelistenplätze für die Leute des Künstlers.
Der Rider kommt mit dem Booking und gehört zum Deal. Er ist keine Wunschliste zum Ignorieren, lässt sich vor der Unterschrift aber verhandeln. Für dich als Veranstalter ist er Teil der echten Kosten eines Acts, zusätzlich zur Gage.
Was ein typischer DJ-Rider verlangt
Jeder Rider ist anders, aber bei Club-DJs steht oft ungefähr das hier drin:
- Technik: zwei bis vier aktuelle Player (der Pioneer CDJ-3000 steht auf vielen Ridern), ein Club-Mixer wie DJM-A9 oder DJM-V10, zwei Booth-Monitore auf Kopfhöhe und ein stabiler Tisch in der richtigen Höhe.
- DJ-Pult: keine Getränke auf dem Equipment, begrenzte Zahl an Leuten im Booth und ein freier Weg rein und raus.
- Hospitality: Wasser, Softdrinks und ein paar Drinks im Booth, manchmal ein warmes Essen vor dem Set.
- Reise und Hotel: Flug oder Bahn, Abholung und ein Zimmer in der Nähe der Location mit spätem Check-out.
- Gästeliste: oft zwei bis fünf Plätze für den Künstler.
Beispiel: was ein Rider kostet
Angenommen, ein Club bucht einen tourenden Headliner, dessen Rider drei CDJ-3000, einen DJM-V10, zwei Monitore, eine Flasche Gin mit Fillern, ein warmes Essen, ein Hotel mit spätem Check-out und vier Gästelistenplätze verlangt. Die Player hat der Club, den Mixer mietet er für etwa 80 € dazu, Hospitality und Hotel kommen auf rund 300 €.
In diesem Beispiel legt der Rider fast 400 € auf die Kosten des Bookings drauf. Das gehört ins Budget, bevor die Gage steht, und nicht als Überraschung in die Woche vor dem Gig. Bei lokalen DJs schrumpft der Rider dagegen oft auf ein paar Drinks und zwei Gästelistenplätze.
Tipps für Veranstalter
- Den Rider vor der Unterschrift anfordern und mit der Technik abgleichen, die der Club schon hat.
- Alles, was du nicht erfüllen kannst, schriftlich klären und eine Alternative anbieten.
- Getränke und überzählige Leute aus dem Booth halten. Da fangen die meisten Technikprobleme an.
- Die Gästelistennamen aus dem Rider rechtzeitig an die Tür weitergeben.
Häufige Fragen
- Was ist ein Tech-Rider?
- Der technische Teil des Riders: Equipment, Aufbau des DJ-Pults und Anforderungen an den Sound, die der Künstler zum Spielen braucht.
- Was ist ein Hospitality-Rider?
- Der Teil des Riders, der die Betreuung des Künstlers regelt: Getränke, Essen, Transfers, Hotel und Gästelistenplätze.
- Ist ein Rider rechtlich bindend?
- Wenn er Teil eines unterschriebenen Vertrags ist, in der Regel ja. Deshalb lesen und verhandeln Veranstalter ihn vor der Unterschrift.